Seit etlichen Jahren werden während der Sommerferien die Gottesdienste der FEG’s Heerbrugg, Altstätten und Gais zusammen gefeiert. Einerseits werden so Synergien genutzt und andererseits «schnuppern» die Teilnehmenden «das Klima» von zwei befreundeten Gemeinden.

War früher alles besser?

                     

Rafael Bähler, Pastor der FEG Heerbrugg, erinnerte die Teilnehmenden daran, dass von früher meist nur das Positive in Erinnerung behalten werde und so schnell die Meinung entstehe, dass anno dazumal halt alles besser gewesen sei. Mit dem Text aus Jesaja 43, 18 – 19 ermunterte er die Zuhörenden den Blick nach vorne zu richten: «…. Seht doch – ich habe Neues begonnen!…» und spannte den Bogen zu Off. 21,5: «Siehe – ich mache alles neu!»

                       

Nach dem Gottesdienst trafen sich viele auf dem Bauernhof von Familie Schelling, um beim Verzehren des mitgebrachten Picknicks unter der grossen Linde neue Bekanntschaften zu schliessen oder auch mit Altbekannten zu plaudern.

Zeit, den Herrn zu suchen

                       

Nach einem ausgiebigen Lobpreis-Teil predigte Pastor Friedhelm Kesper – wenige Tage vor dem 1. August! – über das Wort aus Hosea 10, 12. Dabei machte er sehr bewusst, dass unser ganzes Leben Saat und Ernte sei. Alles, was der Mensch gesät habe, werde er auch ernten. Drum sei es dringend wichtig, jetzt den Herrn zu suchen. Am Schluss seiner Predigt gab F. Kesper den Teilnehmenden einige Gedanken mit: Enthalte Gott nicht länger vor, was Ihm zusteht, nämlich dein Herz! Bete für unser Land, für Menschen, die in der Verantwortung vor dem lebendigen Gott stehen und unser Land regieren! Bete für unsere Gemeinden, dass sie als Salz und Licht in dieser Welt erkennbar werden! Beim anschliessenden Apéro blieb wiederum genügend Zeit für einen ausgedehnten Gedankenaustausch.

Wach auf, du Schläfer!

                                                       

Moderatorin Marianne Koller schaute auf den 1. August zurück und brachte die Dankbarkeit zum Ausdruck, dass wir in Frieden und Freiheit zusammenleben dürfen. Gleichzeitig erinnerte sie die Anwesenden daran, dass so viele Tausend Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden, im Gefängnis landen oder gar ihr Leben lassen müssen. In seiner Predigt ermahnte Pastor Joachim Heina die Zuhörenden, nicht zu chillen sondern aufzuwachen, so wie es Paulus den Ephesern geschrieben hat, Eph. 5,14:  «Wach auf, du Schläfer! Steh auf vom Tod! Und Christus, deine Sonne, geht für dich auf.» J. Heina führte aus, wer schlafe, sei nämlich wehrlos, harmlos und auch hörlos.

                                                           

Bei einem feinen Apéro verging die Zeit mit dem Austauschen mit Bekannten und neu Kennengelernten im Fluge.

Rückblickend darf festgehalten werden, dass auch dieses Jahr das Zusammenspannen der drei Gemeinden – hoffentlich für alle! – sehr bereichernd gewesen ist!          Werner Schweizer