Leidenschaft, Freude und Begeisterung am Oldtimertreffen vom 13. Juni in Gais
Nach einer garstigen Juniwoche, die von der Schafskälte und trübem Wetter geprägt war, lachte die Sonne rechtzeitig zum Oldtimertreffen in Gais wieder vom Himmel. Ein Team der FEG Gais (Freie Evangelische Gemeinde) lud bereits zum siebten Mal begeisterte Besitzer von alten Fahrzeugen, sowie Interessierte zu diesem Anlass ein. Sodann wurden am Samstag, 13. Juni 2026, insgesamt 36 Old- und Youngtimer auf dem Parkplatz in der Gaiserau aufgereiht.
Hochglanz-Carosserien und Gäste aus Amerika

Bruno Steiger begrüsste alle Teilnehmenden ganz herzlich – dieses Jahr waren sogar Gäste aus Amerika mit von der Partie! Eine bunt gemischte Palette an schönen Fahrzeugen stand nach dem Mittag in der Gaiserau bereit, wurde bestaunt und teilweise von ihren Besitzern persönlich präsentiert. Es gab auch die eine oder andere Anekdote und Geschichten zu hören, welche die Fahrzeuge, aber auch das Leben derer Besitzer schrieb.
Der Anlass lockte einiges Publikum an, welches die Fahrzeuge fachmännisch beäugte und sich der alten Technik und Ästhetik erfreute. Aber auch wer einfach Spass an blitzblanken Carosserien, gepflegten Intérieurs und liebevollen Details hatte, kam hier voll auf die Rechnung. Neben vielen anderen standen z.B. Varianten des Fiat Topolino Jg. 1953 neben einem Morgan Plus 8 mit Jg. 2000. Oder ein hübscher, roter NSU TT Jg. 1972 stand zwischen verschiedenen Ausführungen des legendären VW-Käfer. Und ein Citroen 2CV Jg.1987 gesellte sich in der Sammlung zu einem Enzmann 506-Sportwagen, hergestellt in der Schweiz – notabene in Kleinserie aus Polyesterharz.
Als Original geliebt von Gott
Bei einem solchen Treffen redet man gewöhnlich über ‘Gott und die Welt’ meinte Joachim Heina, Pastor der FEG Gais, in seinem kurzen Input. Aber Gott gehe es nicht um Motorenstärke, Carosseriezustand oder die Mechanik, wenn er an uns Menschen denke. So wie für ein Fahrzeug ein Original-Ersatzteil gesucht werde, setze Gott alles daran, jeden einzelnen Menschen als Original zu sehen! Ja, Gott liebt Originale, deshalb schuf er sie schon zu Zeiten Adams. Und noch mehr als Menschen die Schönheit von blitzblanken Oldtimern schätzen, dürfen wir Menschen uns, als einzigartiges Original, geliebt wissen von Gott!
Mit mehr oder weniger PS rund um die Hundwilerhöhe

Mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen unter der Motorhaube, machten sich die Oldtimerfreunde gegen halb drei Uhr mit ihren Fahrzeugen auf zu einer gemeinsamen Ausfahrt. Die mehr oder weniger PS unter der polierten Haube spielten dabei weniger eine Rolle, als vielmehr der Spass, dass diese älteren Kleinode auch heute noch treu ihren Dienst versehen. Über Sammelplatz fuhr der kleine Konvoi los in Richtung Haslen. Unterwegs grüsste die lange Kolonne der Teilnehmer des Appenzeller Biker-Tröffe die Oldtimerfreunde. Vor der prächtigen Kulisse des Alpsteins war die Ausfahrt rund um die Hundwilerhöhe an diesem Nachmittag ein Genuss und führte nach einer guten Stunde wieder zurück über Appenzell nach Gais.
Gemütlicher Ausklang
Warm hatten an dem sonnigen Nachmittag nicht nur die Motoren… So konnte im Schatten der FEG und unter Pavillons der erste Durst und ein süsser Gluscht bei Getränken und Kuchen gestillt werden. Bei munterem Austausch wurde alsdann weiter gefachsimpelt und persönliche Kontakte geknüpft und gepflegt. Auch der Grill wurde rege genutzt und es dauerte noch länger, bis sich die letzten Oldtimerfreunde nach dem gelungenen Nachmittag auf die Heimfahrt machten.
Peter Kellenberger