…in Flumserberg, vom 19. bis 21. September 2025

Vor fünf Jahren fuhr die FEG Gais das letzte Mal zusammen in ein Gemeindewochenende. Damals hiess das Ziel Schruns, im benachbarten Vorarlberg und die Voraussetzungen, im Zeichen der Pandemie, waren nicht die einfachsten. Aber auch Flumserberg besuchten wir schon einmal. Vor 21 Jahren, anfangs September 2004, trafen wir uns in ebendiesem Haus, das jetzt ‚juhui‘ heisst, schon einmal! Mir persönlich ist dabei (und beim Betrachten der fast schon nostalgischen Fotogalerie auf meinem PC) besonders der feine Teigwarengratin mit Rosenkohl in bester Erinnerung – man möge dem Schreibenden verzeihen☺.

Viel Sonne im Gepäck

Was damals noch ein rustikales, braunes Chalet war, begrüsste uns dieses Jahr als helles, renoviertes Ferienhaus mit Tiefgarage, modernem Eingang und heller Fassade. Und so unterschiedlich wie das Äussere des Hauses, so anders würden wohl auch diese Tage im Herbst 2025 werden… Bei schönstem Herbstwetter reisten die Teilnehmenden am Freitagabend nach Flumserberg-Tannenboden. Nach und nach trudelten alle ein, bezogen ihre Zimmer oder verspeisten den mitgebrachten Znacht.

Jürg Zbinden stellte nach der offiziellen Begrüssung eine Frage zum Wochenendthema in die Runde: „Was bringt es mir, wenn ich täglich in der Bibel lese?“ Dazu erläuterte er uns einige Gedanken aus Lukas 10, 25-37 und allgemein zur Bibel, die uns Orientierung im Leben und Nahrung für unsere Seele gibt. Nach Informationen von Martin Winkelmann zum Haus ‚juhui‘ und zum Wochenende, gab es noch ein hübsches, süsses Bettmümpfeli. Und kurz darauf rasten schon die einen mit dem Pingpongschläger im Untergeschoss um den Tisch und die anderen mit den Spielfiguren übers Brett-Spielfeld.

Faszination Bibel

Ob vom Gebimmel der Kuhglocken, oder von der aufgehenden Sonne geweckt, freuten sich alle auf das bereitgestellte Frühstücksbuffet – was sich für die geplagte Kaffeemaschine allerdings als grössere Herausforderung herausstellte…

               

Mit Lobpreis und einem Input von Joachim Heina zum Wochenend-Thema ‚Faszination Bibel‘ begann das Vormittagsprogramm. „Wo stehst du auf einer Skala von 1-10 bei diesem Thema?“ stellte Joachim die Frage an uns alle. Er betonte, dass wir uns immer wieder neu füllen und erwecken lassen dürfen mit der Sehnsucht nach Gottes Wort, denn die Bibel ist ein kraftvolles und lebendiges Wort, für jeden, der darin liest. Aus neun spannenden und kreativen Posten konnten dann am Vormittag zwei Themen zur Vertiefung alleine oder in Gruppen ausgewählt werden.

Faszination Bergwelt

Die Zeit verflog nur zu rasch, bis um die Mittagszeit ein Lunch eingepackt werden durfte. In verschiedenen Gruppen machten wir uns auf den Weg, die tolle Bergwelt der Flumserberge zu erkunden. Einige stiegen bis hinauf zur Bergstation am Maschgenkamm, während andere zur Prodalp oder zum malerischen Seebensee wanderten. Sommerliche Temperaturen und die intensiven Herbstfarben luden ein zum Schauen, zu einer gemütlichen Einkehr oder gar zu einem erfrischenden Bad. So kehrten nach und nach alle durstig (und mit mehr oder weniger Blessuren…) von ihren Aktivitäten zu Fuss, auf der Sommerrodelbahn oder von der Bike-Downhillstrecke ins ‚juhui‘ zurück.

Samstagabend-Unterhaltung

                                                 

Nach dem feinen Abendessen mit Spaghetti-Plausch und süssem Dessert waren wir wieder fit für das gemeinsame Abendprogramm. Zuerst wurden einzelne Beiträge vom Vormittagsprogramm, in Form von Texten, einem Quiz, Collagen oder einem unterhaltsamen Sketch vorgestellt – tiefsinnig und amüsant…! Beim anschliessenden ‚Activityspiel‘ in sieben Gruppen, wurde mit viel Eifer, aber immer sehr fair, um möglichst viele Punkte gekämpft. Und natürlich durften danach auch die mittlerweile profimässigen Pingpongspiele nicht fehlen, während andere ein DOG spielten und im Garten ein Prachtstag am stimmungsvollen Lagerfeuer ausklang.

Die acht Schlüssel zum Haus von Gottes Wort

Mit dem alten Schlager ‚Ein heller Morgen ohne Sorgen‘ begannen wir am Sonntag, passend zum blauen Himmel, den (heute bereits etwas ruhigeren) Run aufs Frühstücksbuffet und die Kaffeemaschine.

„Das Wort Gottes wohne reichlich unter uns“, so das Thema des Familien-Gottesdienstes. Als Einstieg diente ein eindrückliches, von KI erstelltes Bild aus der samstäglichen Gruppenarbeit und die persönliche Vorstellung einer ganz besonderen, alten Bibel. Auch persönliche Eindrücke und Gedanken dazu, als Gemeinde zusammen unterwegs zu sein, bereicherten die Runde vor dem gemeinsamen (übers ganze Wochenende) packenden, fetzigen und auch sehr berührenden Lobpreis. Ja, wir haben einen ‚wunderbaren Gott‘ – danke euch!

                                                           

Ein sowohl amüsantes, aber ebenso tiefsinniges Kurztheater über die Erfahrungen einer Köhlerfamilie mit der ersten Bibel in ihrem Zuhause, leitete über zum Input von Joachim. Ja, so wie diese Familie in der Bibel die Liebe Gottes gemeinsam entdecken durfte, und Freude in ihr Leben einkehrte, so dürfen wir dies auch heute! Anhand von Bildern der verschiedenen Räume eines Hauses, erläuterte er die entsprechenden Schlüssel dazu: Nahrung / Beziehung / Freude / Reinigung / Dienen / Liebe / Verheissung / Frieden.

…dankbar!

Schon bald wurden wir dann zum Sonntagszmittag eingeladen, was mit etwas Wehmut, zugleich auf das nahende Ende des Wochenendes hinwies. Ein grosser Dank sei an dieser Stelle an das ganze Vorbereitungsteam gerichtet!

Erfüllt mit einem neuen, erfrischenden Zugang zum Wort Gottes und zueinander, verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg. Die einen nicht, ohne die Heimreise noch mit einem Glacé unter dem Sonnenschirm bei der Talstation hinauszuzögern – dankbar für ein rundum gelungenes und frohes Gemeindewochenende 2025!

Peter Kellenberger